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Soziale Medien und psychosoziale Gesundheit von Kindern und Jugendlichen

Instagram, TikTok oder Snapchat gehören für Kinder und Jugendliche längst selbstverständlich zum Alltag. Soziale Medien sind Orte der Kommunikation, Unterhaltung und Identitätsbildung – sie können aber auch psychischen Druck verstärken und gesundheitliche Belastungen fördern.

Eine neue Analyse der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) im Auftrag des Fonds Gesundes Österreich (FGÖ) untersucht umfassend, wie soziale Medien mit der psychosozialen Gesundheit junger Menschen zusammenhängen und welche Maßnahmen für einen gesundheitsförderlichen Umgang notwendig sind. Grundlage des Ergebnisberichts sind internationale Studien, Meta-Analysen und Berichte unter anderem von WHO und OECD aus den Jahren 2015 bis 2025. Insgesamt wurden 145 wissenschaftliche Quellen ausgewertet.

Die Analyse zeigt dabei ein differenziertes Bild: Nicht jede Nutzung sozialer Medien ist automatisch problematisch. Entscheidend ist neben der Nutzungsdauer vor allem, wie soziale Medien genutzt werden und in welchem sozialen Umfeld Kinder und Jugendliche leben.

Zu den zentralen Empfehlungen für Österreich zählen:

Digitale und psychosoziale Gesundheitskompetenz stärken

Kinder und Jugendliche sollen lernen, Inhalte kritisch einzuordnen, mit Vergleichsdruck umzugehen und digitale Medien bewusst zu nutzen.

Empowerment und Partizipation junger Menschen

Die Perspektiven, Erfahrungen und Mitbestimmung Kinder und Jugendlicher sind zentrale Grundlage für gesundheitsförderliche digitale Lebenswelten.

Eltern und Bezugspersonen unterstützen

Dialogorientierte Medienerziehung und gemeinsame Regeln im Umgang mit Social Media gelten als wichtige Schutzfaktoren.

Lebenswelten junger Menschen stärker einbinden

Schulen, Jugendarbeit und weitere Lebenswelten sollen dabei unterstützt werden, Medienbildung, sozial-emotionales Lernen und den reflektierten Umgang mit digitalen Medien zu fördern.

Plattformen stärker in die Verantwortung nehmen

Der Bericht empfiehlt transparente Algorithmen, altersgerechte Schutzmechanismen sowie klare Regeln für Werbung und Influencer-Marketing bei Minderjährigen.

Ganzheitlicher Ansatz für Österreich notwendig

Die Autorinnen betonen abschließend, dass soziale Medien weder pauschal problematisiert noch unkritisch betrachtet werden sollten. Ziel müsse es sein, digitale Lebenswelten so zu gestalten, dass sie Schutz bieten, Ressourcen stärken und die psychosoziale Entwicklung junger Menschen unterstützen.

Zum vollständigen Bericht gelangen Sie hier:

„Soziale Medien und psychosoziale Gesundheit von Kindern und Jugendlichen – Auswirkungen und Handlungsempfehlungen für Österreich“

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